Apfelmännchen
Der Begriff „Apfelmännchen“ (englisch “Appleman”) ist die im deutschen Sprachraum oft genutzte umgangssprachliche Bezeichnung für die Mandelbrot-Menge, eine fraktale Menge,
die eine wesentliche Rolle in der Chaostheorie spielt. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat der französisch -US-amerikanische Mathematiker Benoit Mandelbrot die nach ihm benannte Mandelbrotmenge erstmals berechnet. Die Arbeiten Mandelbrots basieren dabei im Wesentlichen auf den Forschungen der beiden Mathematiker Adrien Douady und John Hamal Hubbard. Seine Arbeiten trugen wesentlich zur Popularisierung der fraktalen Geometrie bei und sind aus der heutigen “Digitalen Kunst” kaum mehr wegzudenken.
Da mathematische Theorien selten wirklich populär werden, beruht die Bekanntheit der Apfelmännchen wohl auf einer Eigenschaft, die innerhalb der universitären Forschung als unerheblich angesehen wird. Nämlich auf ihrer Ästhetik. Wird der Rand der grafischen Darstellung der
Mandelbrotmenge extrem stark vergrößert, so zeigt sich ein enormer Formenreichtum, der immer phantastischer wird, je tiefer man in die Mandelbrotmenge eintaucht. Verschiedene Bereiche der Mandelbrotmenge werden daher häufig als Poster im Webdesign oder für Kunstprojekte genutzt.
Zur populären Bezeichnung „Apfelmännchen“ gibt es mehrere Theorien, wie dieser Name entstanden sein könnte. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass és sich um eine Verknüpfung der Bezeichnungen „Apple“ und „Man“ handelt. Dabei steht „Apple“ für die Computermarke auf der die Apfelmännchen ursprünglich dargestellt wurden und „man2 ist eine Abkürzung für Mandelbrot. Eine andere Theorie besagt, dass sich die Bezeichnung von der Form der um 90 Grad gedrehten Mandelbrotmenge handelt. Diese hat nämlich entfernt Ähnlichkeit mit einem Männchen.